Fachchinesisch

Hier erklären wir Ihnen die wichtigsten Begriffe:

  • Brennwert
    Der Brennwert gibt die Energie an, die bei vollständiger Verbrennung frei wird
    (im Gegensatz zu Heizwert inklusive Wasserdampf und Abgase). Die Maßeinheit
    für Erdgas ist Kilowattstunden (kWh) pro Kubikmeter. Je nach Anteil des Methan-
    gehalts unterscheidet man zwei Erdgasqualitäten: Gas mit einem hohen Methan-
    gehalt bezeichnet man als hochkalorisch ( H für „high“), Gas mit niedrigem Anteil
    bezeichnet man als niederkalorisch (L für „low“).

  • Heizwert
    Der Heizwert (umgangssprachlich „Energiegehalt“ oder „Energiewert“ genannt) ist
    die bei einer Verbrennung maximal nutzbare Wärmemenge, bei der es nicht zu einer
    Kondensation des im Abgas enthaltenen Wasserdampfes kommt - bezogen auf die
    Menge des eingesetzten Brennstoffs (in Unterscheidung zum Brennwert -s.o.).
    Der Heizwert ist also das Maß für die spezifisch je Bemessungseinheit nutzbare Energie.
    Der Heizwert sagt nicht etwas - wie oft angenommen - über die Verbrennungsge-
    schwindigkeit aus.

  • Lieferstelle
    Jeder Haushalt stellt eine separate Lieferstelle dar. Auch wenn zwei Haushalte
    unmittelbar beieinanderliegen (z. B. bei einem Doppelhaus), ist der Befüllvorgang
    ein eigener, in sich geschlossener Vorgang der für den Brennstoffhändler einen
    gewissen Mehraufwand bedeutet z. B.: An- und Abschließen des Schlauchs, Sicht-
    prüfung des Lagerraums bei der Befüllung, Drucken von Lieferschein und Rechnung,
    Bezahlung am Fahrzeug. Auch das Zoll- und Steuerrecht verlangt für jeden Kunden einen
    eigenen Lieferschein.Wenn Sie also für sich und einen Nachbarn Heizöl bestellen,
    sind es immer 2 getrennte Lieferstellen, unabhängig von der Entfernung zwischen
    den beiden Tanks.

  • Brennwertkessel
    Ein Brennwertkessel ist im Prinzip ein Niedertemperaturkessel mit verbesserter
    Abgasnutzung. Heute übliche Niedertemperaturkessel haben mit Abgastemperaturen
    von 140 bis 160 °C unnötig hohe Verluste.Brennwertkessel sind für die Nutzung
    dieser Abwärme im Brennwertbetrieb ausgelegt. Dabei wird dem Abgas so viel
    Wärme entzogen, dass die Abgastemperatur unter den Taupunkt von 47°C sinkt
    und es zu einer Kondensation des im Abgas enthaltenen Wasserdampfes kommt.
    Der Effekt: die Wärme des Abgases (ca. 4% höherer Wirkungsgrad bei Heizöl) und
    die Kondensationswärme des darin enthaltenen Wasserdampfes (ca. 6% höherer
    Wirkungsgrad bei Heizöl) werden genutzt. Insgesamt ergibt sich so ein um ca. 10%
    höherer Wirkungsgrad bei Heizöl. Voraussetzung für den Brennwertbetrieb ist der
    effiziente Betrieb der Heizungsanlage. Brennwertkessel haben einen Abwasser-
    anschluss für das Kondensat.
    Die Nutzungsgradangaben bei Brennwertkesseln basieren meistens auf dem
    Heizwert Hi. Das führt zu physikalisch unsinnigen Nutzungsgraden von über 100%.
    Bezogen auf den gesamten Energieinhalt eines Brennstoffes, also auf den Brennwert
    Hs, können auch Brennwertkessel den Brennstoff nur zu höchstens 100% ausnutzen.

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